Fremde Angst

 

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Meine Geschichten ziehen um

Liebe Abonnenten,

in letzter Zeit habe ich schon den ein oder anderen Beitrag deaktiviert, weil ich eine Veröffentlichung in Buchform plane.

Das, was ich weiterhin gratis zur Verfügung stellen möchte, zieht um auf meine neue Seite:
Lysander
20.2.16 20:21


Druckkostenzuschuss – eine Frage des Markt- oder des Selbstwerts?

Fast überall, wo sich Mitglieder der schreibenden Zunft tummeln, wird vor den „Druckkostenzuschussverlagen“ (DKZV), auch „Pseudoverlag“ oder „Selbstzahlerverlag“ genannt, immer wieder und teils sehr eindringlich gewarnt.

Zum Beispiel hier (externer Link):  Montségur Autorenforum - Bekannte Zuschussverlage und Dienstleisterverlage

Was ist so schlimm daran, wenn man dafür bezahlt, dass das eigene Buch gedruckt wird?

Eigentlich nichts. Wenn ich für mich selbst, meine Familie und Freunde meine Autobiographie oder einen Fotoband per Book-on-demand (http://de.wikipedia.org/wiki/Book-on-Demand) drucken lassen will, dann ist das genauso wenig verwerflich wie die Nutzung eines Visitenkartenautomatens oder die Beauftragung eines Copy-Shops mit dem Druck selbst erdachter Sprüche auf T-Shirts und Tassen. Da nehme ich eine Dienstleistung in Anspruch und zahle dafür genauso wie bei einem Friseurbesuch.

Man darf dann nur nicht erwarten, irgendjemand außerhalb des eigenen Bekanntenkreises – abgesehen vielleicht von einem Dutzend Zufallstreffern – kaufe dieses Buch. Dann sind alle glücklich.

Schlimm ist aber, wenn man sich als „Agentur“ oder „Verlag“ bezeichnet und Autoren weismacht, ihr Manuskript – das man vermutlich keines Blickes gewürdigt hat – wolle man unbedingt drucken, nur leider... müsse man aus diesen oder jenen Gründen zur Kasse bitten, bevor das Buch veröffentlicht werden kann.

Der Spiegel berichtete bereits im Jahr 2000 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-17219276.html), Peter J. Dobrovka findet sehr deutliche Worte (http://www.antholog.de/tipps10.shtml), Holger M. Pohl zieht Quervergleiche zu anderen Branchen (http://www.antholog.de/tipps4.shtml) und beim Literaturcafé ist das Thema ein Dauerbrenner (

http://www.literaturcafe.de/html/berichte/abzocke/oshtml/

http://www.literaturcafe.de/die-wichtigsten-tipps-eines-verlagslektors/

http://www.literaturcafe.de/vito-von-eichborn-greift-ein/

http://www.literaturcafe.de/so-erkennen-sie-dubiose-literaturagenten-und-literaturagenturen/

http://www.literaturcafe.de/welche-verlage-und-literaturagenten-wir-empfehlen/#comment-7895

http://www.literaturcafe.de/zuschussverlage-und-naivitaet/

http://www.literaturcafe.de/erfahrungsbericht-von-der-idee-zum-manuskript-vom-verlagskontakt-bis-zum-verlagsvertrag/

).

Dagegen muss man doch was tun! Und man tut:

2008 wurde das Aktionsbündnis für faire Verlage gegründet (http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/web/) und wies nach, dass fünf von sechs angeschriebenen DKZV aus dem „letzten Mist“ ein Buch machen wollten (http://www.goethe.de/kue/lit/mvi/de5503573.htm).

Renate Blaes fand den Mut, ihr eigenes Beispiel (http://www.renateblaes.de/blog/wunder-ueber-wunder-neues-von-der-agentur-poldner/) als Warnung für andere offenzulegen - und noch immer ist das Thema DKZV aktuell (http://karin-sebelin.de/die-methoden-unfairer-buchverlage/).

Ich bin für diese Aufklärung sehr dankbar, denn ich hätte auch nicht sofort gewusst, dass der Verlag üblicherweise neben dem vollen unternehmerischen Risiko auch die vollen Kosten trägt.

Nach einem Lektor muss ich als Autor doch selbst suchen, bevor ich mich an einen Verlag heranwagen darf – so dachte ich vor kurzer Zeit selbst auch noch.

Das Lektorat ist aber Aufgabe des Verlags!


Warum funktioniert diese Masche dann trotz aller Aufklärung immer noch?

Mir geht es nicht nur darum, mein Geschreibsel zwischen zwei Pappdeckeln zu sehen. Für mich stellt es eine Auszeichnung dar, für den Druck auserwählt worden zu sein aus der Masse derer, die – natürlich ganz im Gegensatz zu mir – alle nicht schreiben können.

Berthold Barth ist der Ansicht, es handele sich um ein Geschäft mit der Eitelkeit (http://www.eigentlich.info/?p=215) und mich hat er damit schon voll erwischt. Na diese Lektion war wenigstens gratis! :D

Es spielen jedoch noch einige andere Faktoren mit rein:

Wie viele Absagen habe ich schon kassiert und wieviele kann ich noch vertragen?

Wieviel Geduld bei der Verlagssuche kann oder will ich noch aufbringen?

Was für Verkaufschancen rechne ich mir selbst für mein Werk aus?

Es gibt aus meiner Sicht keine klare Abgrenzung zwischen Verlagen die „hui“ sind und solchen, die „pfui“ sind. Viele lassen sich wohl entweder hier oder da einsortieren, aber dazwischen sind auch jene, die erfolgsversprechende Manuskripte gerne auf eigenes Risiko verlegen, die anderen Einsendungen aber auch nicht alle ganz ablehnen wollen und deshalb dann die entsprechenden Autoren über die damit verbundenen Risiken – dass das Geld nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach in den Sand gesetzt ist – aufklären und anbieten, es bei entsprechender Kostenbeteiligung trotzdem zu versuchen.

Hier ist es meines Erachtens nach eine subjektive Entscheidung, ein solches Angebot als „Chance“ oder „Abzocke“ zu empfinden.


Ist es schlimm, ein gutes Manuskript abzulehnen mit dem Argument, es verkaufe sich nicht?

Das tun die meisten großen Verlage. Natürlich lehnen sie auch reihenweise schlechte Manuskripte ab – wenn sie sich überhaupt die Mühe machen, Absagen zu schreiben.

Ist es schlimm, ein mittelmäßiges Manuskript abzudrucken, einfach weil man mit gutem Verkaufserfolg rechnet?

Auch das ist üblich bei den großen Verlagen und solche Bücher finden sich dann oft in den Bestseller-Listen. Der Käufer hat eine bestimmte Erwartungshaltung und die reicht, um den Kauf zu begründen. Da muss das Buch nicht gut sein.

Bücherdom glaubt, es ginge nur ums Geld (http://buch-ist-mehr.de/blogger-3-0-buecherdom-allianz-der-indie-autoren/) und man müsse nur miteinander anstatt gegeneinander arbeiten.

Wenn dem so sein sollte, dann wären Projekte wie Mygnia (http://www.mygnia.de/wiki/mygnia.de/view/Start/WebHome) die Buchwelt von morgen.

Vielleicht hat er ja recht.

2.8.12 23:12


Wo kommt denn Fiona so plötzlich her?

Ich glaubs ja nicht. Da bin ich schon international anerkannter Schriftsteller und hab noch gar kein Buch geschrieben und ein Bekannter von mir wird mal kurzerhand Verleger, weil kein Verlag sein Buch wollte: Fiona kommt in den Buchhandel

Fürs Protokoll: Ich kenne also jetzt zwei Verlage, aber wie man ein Buch schreibt, habe ich noch nicht rausgefunden.

Irgendwie ist er nicht der einzige, bei dem das Manuskript jahrelang in der Schublade lag und nur noch nicht verkauft war. Ob das spezielle Schubladen sind? Ich nehm dann gleich zwei oder drei davon.

 

11.5.11 01:40


Beweisfoto: Fremde Angst kann lesen!

Da steht deutlich dran "Fremde Angst liest."
Foto bei Facebook
q.e.d.

13.12.10 23:29


Veröffentlichung im Hamburger Abendblatt

Ich freue mich, dass meine Geschichte "Frau outside" im Hamburger Abendblatt veröffentlicht wurde und bedanke mich mit Backlinks:

Meine Geschichte "Frau outside in der Serie Lesenswert

Das Hamburger Abendblatt über mich als Autor

10.8.12 15:36


Meine erste Lesung - Reise nach Innsbruck

Da war die DB (zum Normalpreis!) mal billiger als der Billigflieger. Zumal ich über Wien hätte fliegen und dort zweimal übernachten müssen, um tatsächlich einen Flug zu bekommen, der genauso teuer war wie die Bahnfahrt - die anderen waren doppelt so teuer für den einfachen Flug wie die Bahn hin und zurück.

Frühstück kostet im BordBistro nur die Hälfte gegenüber dem BordRestaurant - hier kostet sitzen also nicht das gleiche! Hätte ich das gleich erkannt, hätte ich nicht die Pilzrahmsuppe (war sehr lecker) gefrühstückt, sondern das Croissant nebst Aufstrich.

Leider funktionierte die Steckdose nicht, so dass ich mich auf zwei Stunden Arbeit am Laptop beschränken musste. Wenigstens konnte ich mir den Code meines Kommilitonen ansehen und an meinem geringfügig weiterarbeiten. Trotzdem oder vielleicht deswegen kam ich pünktlich (!) in Innsbruck am Hauptbahnhof an. Neun Uhr morgens bis halb sechs abends - das ist ein voller Arbeitstag, den ich im Zug verbracht habe.

In Innsbruck machte ich erstmal eine kleine Stadtrundfahrt (wir ham ja Zeit, gell) mit dem Taxi zum Volkshaus Innsbruck (was der Taxifahrer nicht gleich fand, da es in Innsbruck nur eine Jugendherberge gibt, obschon sich das Volkshaus ebenso bezeichnet) und mit dem Bus wieder zurück. Dann war ich aber mehr als zeitig vor Ort am Statturm Nähe Goldenes Dachl und noch viel näher am Gasthof WEISSES KREUZ.

Ich bewunderte eine verschlossene Gittertüre, die zum Alter des Gemäuers gut passte. Als ich mich etwas unschlüssig umschaute, entdeckte ich gleich zwei Leidensgenossen, die auch lesen mussten, und kondulierte brav. Wir hatten nur wenig Gelegenheit, uns gegenseitig zu benitleiden, denn keine Zigarettenlänge später kam der Veranstalter zur feierlichen Türeneröffnung herunter. 

Der Stadtturm Innsbruck ist ein sehr altes Gebäude und ich war froh, dass wir nur in den Bürgersaal im 2. Stock hochkraxeln mussten und nicht bis zur Aussichtsplattform. Der Raum war wirklich sehr edel eingerichtet (Rauchen verbot sich hier von selbst), so als ob man hier nur Smoking oder Abendkleid tragen dürfe und ich fühlte mich in meiner Garderobe (teenielike: Jeans, T-Shirt, Sweatshirt, Lederjacke) etwas fehl am Platze. Da alle Vor-Lesenden aber nur im statistischen Mittel "eher festlich" gekleidet waren, war es nicht ganz so schlimm.  Für uns war in der ersten Reihe reh-serviert. emotion

Als ich erzählte, dass ich erst am Vortag geheiratet und mich die Nacht über mit meiner Schwägerin unterhalten hatte, wurde ich pormpt gefragt, wo denn meine Frau sei.... Wir hatten noch über eine Stunde Zeit, uns gegenseitig mit Lampenfieber anzustecken, bis es dann tatsächlich losging.

Der Moderator Daniel Suckert führte durchs Programm und stieg fleissig aufs Rednerpult herauf und wieder hinunter, manchmal etwas übereifrig, und es erinnerte mich zuweilen an TreppStep (man kennt das ja, Aerobic, wo man auf ein Brettl steigt, auf und ab). Musik gabs auch immer wieder,  von Lukas Spanblöchl an der Trompete. Da ich die Reihenfolge der Auftritte nicht auswendig gelernt hatte, bekam ich schon zweimal zu früh Herzklopfen. Gut, dass ich mich an meiner Wasserflasche festhalten konnte!

Als es dann soweit war, nestelte ich eine gefühlte Ewigkeit mit dem Text herum, den ich mir zusammengefaltet aus der Hosentasche gezogen hatte. Um die für mich unerträgliche Spannung zu lockern, fragte ich "Wer von Ihnen ist freiwillig hier?", sah aber niemanden sich melden. Ich war ja mit dem Text entpacken abgelenkt. Mein Vortrag war wohl ok, nur beim letzten Satz sei es mit mir durchgegangen. Das war wohl einerseits der Endspurt, andererseits hatte ich die Anmerkung am Ende nicht vorlesen geübt. Das merke ich mir, falls ich nochmal was vorlesen muss.

Offizieller Rückblick auf die Veranstaltung mit Gruppenfoto hier: COGNAC & biskotten

Nach dem offiziellen Teil waren wir noch gemeinsam etwas essen. Für mich gabs dort Hirschragout mit Spatzln, da ich das Fohlen (Österreicher verzehren mitunter Seltsames...) verschonen wollte. Ich fragte extra nach, ob mit Fohlen tatsächlich ein Pferdebaby gemeint sei, was mir bestätigt wurde. Schon merkwürdig, bei einem Bambi hätte ich keine Hemmungen gehabt.

Wie einst Deutschland in Ost und West war dieses Restaurant in Raucher und Nichtraucher getrennt, durch eine Glasscheibe. Ich entfleuchte also an die Bar (wo ich eigentlich nur den Aschenbecher benutzen wollte, aber angesprochen wurde) und liess mich dort feiern. Dazu ist der Pokal sehr vorteilhaft gewesen!  

Michi, Jakob und ich lasen an der Bar zu dritt meine Geschichte mit verteilten Rollen. Den Text hatte ich mir farbig markiert - grün für den Otto, rot für die direkte Rede der Nebenrollen und gelb für den Erzähler - Michi las grün, ich rot und Jakob meinte "Ich bin gelb!", was Lukas mit "Du bist nicht gelb, Du bist blau!" kommentierte und damit gar nicht so falsch lag. Das war vielleicht eine Gaudi! emotion

Mitternacht war Sperrstunde, also zogen die verbliebenen Autoren und ich weiter in eine diskolaute Kneipe an der Innbrücke, die zum Gasthof Innbrücke gehörte, der auch kein Zimmer mehr frei hatte. Um zwei war dann aber auch dort Zapfenstreich, so dass wir beschlossen, nun die restliche Nacht doch noch aufs Schlafen zu verwenden. Im Hotel Weisses Kreuz fand ich sogar noch ein Zimmer mitten in der Nacht.

Am nächsten Morgen sah ich dann auch das Goldene Dachl mit der Nordkette dahinter, was bei Sonnenschein und blauem Himmel noch viel beeindruckender aussah als hier:  Foto

Die Rückfahrt verbrachte ich teils schlafend (Innsbruck bis München), teils ein Buch über Moderne Betriebssysteme lesend (München bis Hannover), weil ich den etwas grantig wirkenden neben der Steckdose sitzenden Herrn nicht mit meiner Stromversorgung behelligen wollte. Danach fummelte ich noch halbherzig am meinem Code herum, bis mich Erschöpfung und Schlaf übermannten.

Am Bahnhof holte mich mein frisch gebackener Ehemann ab und ich war selig, wieder daheim zu sein.

16.11.10 12:40


Preisverleihung in Innsbruck am 13. November 2010

Das Literaturmagazin  COGNAC & biskotten hatte Texte mit max. 2000 Zeichen zum Thema Anerkennung gesucht.

Da hab ich, gerade noch rechtzeitig vor Einsendeschluss, mitgemacht und siehe da - Link - auch gewonnen. Also werde ich mir die 2-3 Minuten zzgl. Hin- und Rückreise Zeit nehmen und meinen Text in Österreich lesen. 

edit (mp3 vom Üben): Demo


/edit 2:

Es war ein toller Abend! Die Reise hat sich für mich gelohnt: Ich erhielt den "Wolfgang-Nöckler-Wort- und Sinn-Designpreis zum Wohle der Augen und Ohren" und hatte die Ehre, unter anderem den Namensgeber meines Preises persönlich kennen zu lernen!

/edit 3:

 Bild vom Pokal lässt sich grade nicht hochladen. *grummel

Weitere (ständig aktualisierte) Infos unter: http://www.cobi.at/news/index.asp#texte

 

/edit 4:

Ich rate übrigens dringend von einer Reservierung im "Volkshaus Innsbruck" ab. Die dortige Übernachtung kann ich nicht beurteilen, da es dazu nicht gekommen ist.

Siehe meine Kritik

Empfehlen kann ich hingegen eine Übernachtung im HOTEL WEISSES KREUZ in der Innsbrucker Altstadt, direkt in der Fussgängerzone.

Dort habe ich nachts um viertel vor drei noch einchecken können und bekam ein "Einzelzimmer Fliesswasser" für 35 Euro. Darunter ist zu verstehen, dass sich im Zimmer neben Bett, Schreibtisch mit Stuhl und Schrank ein Waschbecken mit fliessendem Wasser, frischen Handtüchern etc. befindet, das WC und die Dusche allerdings nur einmal pro Etage zu finden sind.

Frühstücksbuffet ist im Preis inbegriffen und ebenso lecker wie reichhaltig.

/edit 5:

Ausführlicher Reisebericht hier


16.11.10 14:08


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